Bringt Visualisierung Kraftzuwachs?

Unter Visualisierung versteht man die geistige Vorstellung von verschiedenen Sachen. Doch was hat die mentale Stärke mit der physischen Stärke zu tun? Einige von euch könnten jetzt meinen, dass man hart trainieren muss um an Kraft zu gewinnen. Dies lässt sich jedoch nur bedingt bestätigen. Im folgenden zeige ich euch wie die Visualisierung dazu führen könnte, dass ihr mehr Leistung im Training erbringt. Denn zahlreiche Studien haben schon bestätigt, dass Eies einen Zusammenhang zwischen der mentalen und physischen Stärke gibt. Um euch dies näher zu bringen, stelle ich euch im Folgenden ein paar Studien vor und erläutere die Ergebnisse von diesen. Aufbau der Studie Um den Zusammenhang zwischen Sport und der Visualisierung zu verdeutlichen wurden von Forschern 34 Probanden ausgewählt. Hiervon waren 8 weiblich und 26 männlich. Sie hatten alle schon erste Erfahrungen im Bankdrücken gesammelt. Während und auch 3 Monate vor Beginn der Studie war es ihnen nicht erlaubt ihre Maximalkraft zu steigern oder zusätzliches Krafttraining auszuführen. Es wurden jeweils vor Studienbeginn, nach 8 Tagen, nach 14 tagen und am Ende des Monats Messungen durchgeführt. In diesem Zeitraum absolvierten alle Probanden einen 4-Wöchigen Trainingsplan. Um optimale Ergebnisse zu erhalten wurden sie in drei Gruppen aufgeteilt. Eine war die nicht trainierende Gruppe, die andere, welche sich auf die mentale Stärke verließ und die Restlichen benutzten ihre tatsächliche Maximalkraft. Alle Teilnehmer waren dazu in der Lage, sich den Bewegungsablauf vorzustellen. Durchführung Vor jeder Messung wurde ein Aufwärmtraining mit der Zielübung Bankdrücken durchgeführt. Hierbei sollten sie nur mit 50% ihrer Maximalkraft arbeiten und je 2 Sätze mit 8 Wiederholungen absolvieren. Darauf sollten sie mit 80% ihrer Maximalkraft jeweils 2-Mal 3 Wiederholungen ausführen. Während der Tests wurde für fünf Sekunden die maximale Muskelkontraktion aufgezeichnet und in diesem Zeitraum sollte das Kraftmaximum so gut wie möglich konstant bleiben. Zwischen jedem MVC lagen hier 3 Minuten Pause und der höchste Wert wurde als Ergebnis aufgeschrieben. Trainingsprogramm Sowohl die Gruppe, welche sich nur auf die Maximalkraft konzentrierte als auch die Gruppe „Mental“ trainierten 4-Mal die Woche. Wobei hier die erste Gruppe die maximale Muskelkontraktion in der Übung, während des Trainings auslöste und die andere Gruppe diese sich nur vorstellte. Nach jeder Vorstellung, musste jeder Teilnehmer auf einer Skala von 1 bis 5 beschreiben, wie lebhaft er seine Vorstellung empfand. Ergebnis Beide Gruppen konnten ihren Kraftzuwachs steigern, wobei die Gruppe, welche im Training die maximale Muskelkontraktion, während des Trainings auslöste, bessere Ergebnis. Jedoch gab es zum ersten Zeitpunkt, also zu der Messung nach 8 Tagen, keine signifikante Unterschiede zwischen dem Kraftzuwachs beider Gruppen. Dies lässt darauf schließen, dass es anfangs nicht von großer Bedeutung war, ob man mental oder richtig trainiert. Dementsprechend hört der Kraftzuwachs bei der Gruppe, welche sich die maximale Muskelkontraktion nur vorgestellt hat, auf oder findet nach diesem Messzeitpunkt nur bedingt statt. Bei der anderen Gruppe steigt jedoch der Kraftzuwachs immer weiter, wodurch sie auch bei der letzten Messung einen höheren, prozentualen Kraftzuwachs als die mentale Gruppe aufweist. Hierbei sind die Ergebnisse der dritten Gruppe nicht zu berücksichtigen, da diese keine relevanten Unterschiede aufweist. Fazit Man sieht anhand der Studie, dass die Visualisierung zu beginn des Krafttrainings eine Rolle spielen kann. Und man auch am Anfang seiner Fitnesskarriere die gleichen Ergebnisse mit der Visualisierung erzielen kann wie andere, die die maximale Muskelkontraktion, während des Trainings auslösen. Des Weiteren sieht man aber auch, dass es nötig ist sich bei einer Visualisierung die kinetischen Bewegungsabläufe einer Übung einzuprägen, um diese dann im Kopf gedanklich zu verfolgen. Jedoch ist es mein Tipp, beide Trainingsweisen zu kombinieren, da man die mentale Stärke benötigt, um im Training das Größtmögliche herauszuholen. Denn nur durch eine gute mentale Stärke, kann der Körper auch vernünftig arbeiten.
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