Gynäkomastie – Brustwachstum beim Mann


 

Die Gynäkomastie bezeichnet das einseitige oder beidseitige Brustwachstum beim Mann. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen für gynē = Frau und mastos = Brust ab. Zu unterscheiden ist zwischen der echten und falschen Gynäkomastie. Die falsche Gynäkomastie bezeichnet das Brustwachstum beim Mann, dass durch eine Fetteinlagerung entsteht. Diese starke Fetteinlagerung tritt bei starkem Übergewicht und Adipositas auf. Die echte Gynäkomastie bezeichnet das Brustwachstum beim Mann, das durch eine Vermehrung des Drüsengewebes entsteht und viele unterschiedliche Ursachen haben kann.

 

Ich erzähle in diesem Artikel hauptsächlich über die sogenannte echte Gynäkomastie beim Mann, die eine Nebenwirkung sein kann, wenn anabole Steroide zur Leistungssteigerung eingesetzt werden. Anabole Steroide basieren auf dem körpereigenen Testosteron und werden auch als anabol-androgene Steroide bezeichnet, da sie auch androgene Eigenschaften besitzen. Diese leistungssteigernden Substanzen können auf der einen Seite den Muskelaufbau unterstützen, verursachen aber auf der anderen Seite Nebenwirkungen. Dazu gehören unter anderem Haarausfall, Akne, Bluthochdruck, schlechte Leberwerte, aber eben auch das Brustwachstum beim Mann.

 

In diesem Zusammenhang stellen sich einige Fragen, die ich versuchen werde zu beantworten. Grundsätzliches zur Gynäkomastie, mögliche Ursachen der Gynäkomastie und Behandlung der Gynäkomastie.

 

 


 

Erste Anzeichen einer Gynäkomastie

 

Die Gynäkomastie kann einseitig oder beidseitig auftreten. Da es sich bei der Gynäkomastie um ein Symptom und nicht um eine Krankheit handelt, müssen die Ursachen klar sein, bevor die Symptome behandelt werden können. Typische erste Anzeichen des männlichen Brustwachstums sind ein Spannungsgefühl in den Brüsten, eine besondere Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen und/oder eine Bewegungseinschränkung. Diese Symptome treten in der Regel schon auf, bevor das eigentliche Brustwachstum sichtbar wird. Manchmal beginnt auch nur das Brustwachstum, ohne dass die Betroffenen etwas anderes merken.

 

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Ursachen einer echten Gynäkomastie

 

Bei einer echten Gynäkomastie können verschiedene Ursachen in Frage kommen. Häufig sind Veränderungen im Hormonhaushalt des Mannes ursächlich verantwortlich für das männliche Brustwachstum. Das Brustdrüsengewebe des Mannes reagiert sehr sensibel auf Veränderungen der Hormone. In den meisten Fällen wird die Gynäkomastie durch eine Verringerung der körpereigenen Testosteronproduktion mit gleichzeitiger Zunahme von Östrogen hervorgerufen. Sinkt also der Testosteronspiegel und werden vermehrt weibliche Hormone wie das Östrogen produziert, beginnt die männliche Brust zu wachsen und eine weibliche Form anzunehmen. Bei einer echten Gynäkomastie im mittleren Alter des Mannes, ist ein sinkender Testosteronspiegel nicht selten. Dieser tritt meist in den Wechseljahren des Mannes auf.


Weitere Ursachen können eine falsche Ernährung und erhöhter Alkoholkonsum, eine chronische Leber- oder Niereninsuffizienz oder das Klinefelter- und Gilbert-Syndrom sein. Auch Medikamente können eine Gynäkomastie auslösen.

Liegt die Ursache in einer erhöhten Fetteinlagerung, spricht man von einer Lipomastie. Diese tritt auf, wenn starkes Übergewicht vorliegt.

 


 

Gynäkomastie – Auslöser anabole Steroide

 

Dass im Bodybuilding gerne anabole Steroide zur Leistungssteigerung angewendet werden, ist kein Geheimnis. Seit Jahrzehnten sind Testosteron und andere aromatisierende Anabolika im Umlauf und erzeugen teils erstaunliche Muskelzuwächse. Worüber man jedoch weniger spricht sind die Nebenwirkungen, die diese leistungssteigernden Substanzen auslösen. Eine dieser Nebenwirkungen ist die Gynäkomastie. Auch ich hatte damit viele Jahre Probleme. Dass das kein Spaß ist, muss ich dir denke ich nicht erklären.

Bei einem normal gesunden Mann befindet sich das Verhältnis zwischen Testosteron und Östrogen in einem Gleichgewicht. Der normale Testosteronspiegel liegt bei 6 Nanogramm pro ml Blut (ng/ml). Der normale Östrogenspiegel des Mannes liegt bei 20-40 Pictogramm pro Milliliter Blut (pg/ml). Aus diesen Werten errechnet sich der Testosteron/Östrogen-Quotient von 200-300.



Nun kommen die anabolen Steroide ins Spiel. Anabole Steroide wurden dem körpereigenen Testosteron synthetisch nachempfunden. Entwickelt wurden anabole Steroide im Zweiten Weltkrieg. Damals sollten sie Soldaten dazu verhelfen eine bessere Rekonvaleszenz zu entwickeln. Es dauert nicht lange und man kam darauf, dass anabole Steroide auch im Sport zu einer besseren Leistung dienen konnten. Leider ist der Bodybuildingsport besonders betroffen, aber auch im Radsport weiß man, dass zahlreiche Sportler leistungssteigernde Substanzen verwenden. Nun haben anabole Steroide nicht nur positive Eigenschaften. Sie verursachen Nebenwirkungen, die in ihrer Ausprägung abhängig von der Dosis und der Dauer der Einnahme sind.



Was bei Männern die Verweiblichung der Brust auslösen kann, löst bei Frauen genau das Gegenteil, die sogenannte Vermännlichung aus. Symptome können eine starke Vergrößerung der Klitoris, starke Körperbehaarung und eine tiefe Stimme sein.

 


 

Wirkung anaboler Steroide

 

Anabole Steroide sind Wirkstoffe mit anabolen und androgene Eigenschaften. Auf der einen Seite erhöhen sie den Aufbau der Skelettmuskulatur, fördern die körperliche Leistungsfähigkeit und reduzieren das Körperfett. Auf der anderen Seite aber lösen sie auch teils schwere Nebenwirkungen aus. Dazu gehört eben auch die Gynäkomastie. Mit dem Gebrauch von anabolen Steroiden, also der Zufuhr von synthetischem Testosteron, stellt der Körper nach und nach die eigene Produktion von Testosteron ein. Es werden also weniger männliche Sexualhormone produziert. Gleichzeitig aber fördern einige anabole Steroide die Produktion des weiblichen Hormons Östrogen. Hinzu kommt, dass ein Teil des Testosterons zu Östrogen umgewandelt wird. Es stellt sich also ein Ungleichgewicht zwischen Testosteron und Östrogen ein. Der Körper des Mannes beginnt zu verweiblichen. Diese Verweiblichung zeigt sich dann im Brustwachstum des Mannes. Was kann man aber nun gegen die Gynäkomastie tun?

 


 

Rückbildung der Gynäkomastie während und nach Einsetzen anaboler Steroide

 

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Nun kann man ja nicht einfach zum Arzt gehen und sagen, ich setze anabole Steroide ein, meine Gynäkomastie muss behandelt werden. Der Gebrauch dieser Substanzen ist illegal und wird infolgedessen natürlich verschwiegen. Betroffene Männer wissen sich aber zu helfen. Zur Rückbildung der Gynäkomastie während oder nach Einsetzen anaboler Steroide werden Antiöstrogene oder Aromatasehemmer eingesetzt. Je nach Dosierung und Zeitraum der Anwendung anaboler Steroide werden die Kuren von Antiöstrogenen oder Aromatasehemmern begleitet.

Es ist aber auch üblich nach der Steroidkur eine Kur anzuschließen, die das Gleichgewicht von Testosteron und Östrogen wieder in Ordnung bringt. Die bekanntesten Substanzen sind Tamoxifen, Aromasin / Exemestan, Anastrozol und Letrozol. Tamoxifen ist ein Antiöstrogen, während Aromasin / Exemestan, Anastrozol und Letrozol Aromatasehemmer sind. Nun gibt es aber einen Unterschied zwischen Antiöstrogenen und Aromatasehemmern. Antiöstrogene verringern die Östrogenproduktion. Aromatasehemmer stoppen sie komplett. Was macht aber nun Sinn bei einer Gynäkomastie?

 


 

Das Antiöstrogen Tamoxifen gegen Gynäkomastie

 

Alle Antiöstrogene lösen einen künstlichen Östrogenmangel aus. Genau das soll ja auch bei einer Gynäkomastie erreicht werden. Tamoxifen hat seine Wirkung gegen die Gynäkomastie bei zahlreichen Anwendern sehr erfolgreich gezeigt. Tamoxifen wirkt direkt an den Rezeptoren der Brustdrüsen und reduziert die Produktion des Östrogens. Gleichzeitig konnte ein signifikanter Anstieg der körpereigenen Produktion von Testosteron erreicht werden. Dazu wurde 20 mg Tamoxifen täglich eingenommen. Allerdings wird diese Dosierung nur im Profibereich empfohlen. Die Dosierung kann während einer Steroidkur angewendet werden, um einer Gynäkomastie vorzubeugen. Diesbezüglich haben sich aber Aromatasehemmer als erfolgreicher erwiesen.

 


 

Die Aromatasehemmer gegen Gynäkomastie

 

Athleten, die hochdosiert kuren und einer Gynäkomastie effektiv vorbeugen wollen, sind mit Aromatasehemmern während einer Steroidkur besser beraten. Aromatasehemmer blockieren die Neubildung von Östrogen bis zu 90 % Bekannte Aromatasehemmer sind Anastrozol, Letrozol oder auch Exemestan. Anastrozol kann den Östrogenspiegel nach 14 Tagen um bis zu 80 % senken. Empfohlen wird der Wirkstoff bei stark aromatisierenden Steroidkuren. Dies kommt aber eigentlich nur in Frage, wenn tatsächlich sehr hoch dosiert gekurt wird. „Normale“ Steroidkuren können mit Zink begleitet werden, das ebenfalls eine Östrogen blockierende Wirkung hat. Leider hat das Ganze einen kleinen Haken. Wird der Östrogenspiegel über mehrere Wochen unterdrückt, treten wiederum Nebenwirkungen auf. Der Gynäkomastie kann also vorgebeugt oder diese mit Aromatasehemmern zurückgebildet werden, doch auch das ist in den meisten Fällen nicht ohne Nebenwirkungen.

 


 

Nebenwirkungen bei der Behandlung der Gynäkomastie

 

Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn die Gynäkomastie so ganz ohne Nebenwirkungen behandelt werden kann. Dem ist aber nicht so. Eigentlich logisch, denn dass derartige Eingriffe in den Hormonhaushalt nicht ohne Folgen bleiben, ist nachvollziehbar. Auch ohne medizinische Kenntnisse. Zuerst der ganz nützliche Nebeneffekt. Zumindest der Wirkstoff Tamoxifen begünstigt die Produktion der Hormone FSH (follikelstimulierendes Hormon) und des LH (luteinisierendes Hormon). Beide Hormone stimulieren die Produktion von Testosteron in den Hoden. Während der Anwendung des Wirkstoffs wird also einerseits der Östrogenspiegel reduziert oder blockiert, auf der anderen Seite aber der körpereigene Testosteronspiegel erhöht. Das macht Sinn.

 

Eine negative Nebenwirkung der Antiöstrogene und Aromatasehemmer ist der fehlende Einfluss des Östrogens auf die Cholesterinwerte und den Knochenbau. Sinkt der Östrogenspiegel, können sich auch die Cholesterinwerte verschlechtern und die Einlagerung von Kalzium in den Knochen leidet. Letzteres ist natürlich gerade im Muskelaufbau kontraproduktiv. Andererseits verbessert vor allem Tamoxifen die Blutfettwerte, sodass weder nur die Nebenwirkungen angeschaut werden sollten, als auch die positiven Effekte. Weitere Nebenwirkungen können Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen sind. In sehr seltenen Fällen auch Sehstörungen.

 


 

Fazit: Behandlung der Gynäkomastie durch anabole Steroide

 

Die Gynäkomastie, verursacht durch anabole Steroide, kann mit Antiöstrogenen und/oder Aromatasehemmern zurückgebildet werden, solange diese noch nicht voll ausgebildet ist. Oder deren Entstehung durch gleichzeitiges kuren verhindert werden. Sicher haben sowohl Antiöstrogene als auch Aromatasehemmer Nebenwirkungen. Ist aber erst einmal eine Gynäkomastie aufgetreten, bleibt den Betroffenen kaum eine andere Möglichkeit.

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Besser ist eine Reduzierung des Östrogenspiegels, statt diesen komplett auszuschalten. Nicht nur gesundheitlich, sondern auch für den Trainingseffekt. Zudem kann man Nebenwirkungen reduzieren, wenn man Antiöstrogene und Aromatasehemmer in geringem Maße einsetzt und die Steroidkur in vertretbaren Dosierungen anwendet. Eine Alternative zur chemischen Keule wäre Zink, das noch bei 500-750 g Testosteron am Tag eine ordentliche Wirkung erzielt. Bei einer moderaten Steroidkur reichen 150 mg Zink täglich.



Eine bereits bestehende und voll ausgeprägte Gynäkomastie kann in der Regel nicht allein mit Aromatasehemmern oder Antiöstrogenen zurückgebildet werden. Die Verwendung von Aromatasehemmern und Antiöstrogenen wird daher schon begleitend oder spätestens als Post-Cycle-Therapie empfohlen. Eine bereits ausgeprägte Gynäkomastie kann bislang nur chirurgisch vollständig entfernt werden. Es hat sich gezeigt, dass der Wirkstoff Tamoxifen bei einer noch nicht so stark ausgeprägten Gynäkomastie ganz gute Ergebnisse erzielt hat. In Bodybuilderkreisen spricht man von einem neuen Wirkstoff namens Ramoxifen. Es scheint, als ob es erste Versuche gegeben hat, eine Gynäkomastie mit diesem Wirkstoff erfolgreich zu behandeln. Ich werde das im Auge behandeln und dich informieren, sobald ich gesicherte Informationen dazu finde.

 


 

Wichtig zu wissen

 

Antiöstrogene und Aromatasehemmer sind verschreibungspflichtige Arzneimittel, deren Verwendung ohne Rezept illegal ist. Die Verwendung ist nicht nur strafbar, sie kann auch dauerhafte körperliche Schäden anrichten. Da die Einnahme nicht ärztlich kontrolliert wird, sollte jeder die möglichen Folgen bedenken. Und auch hier wieder der Hinweis, dass der text nur als Infoquelle dient und NICHT zum Gebrauch illegaler Mittel animieren soll. Im Gegenteil, ich hab draus gelernt und greife mittlerweile sehr erfolgreich zu anderen Mitteln.

 

 



 

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Ich wünsche dir mega Erfolg beim Transformieren!

 

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Gynäkomastie – Brustwachstum beim Mann
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