Nebenwirkungen anaboler Steroide

Schaut man den Bodybuilding Sport an, wird schnell klar, dass hier anabole Steroide verwendet werden. Ein offenes Geheimnis und das schon seit Jahrzehnten.

Schaut man sich im Gegenzug einmal die Berichterstattung zu den Nebenwirkungen anaboler Steroide an, müsste man glauben, dass mindestens jeder zweite Athlet in ein paar Jahren tot vom Stuhl fällt. Doch interessanterweise kann man eine ganze Menge über die Nebenwirkungen anaboler Steroide lesen, aber kaum etwas über die tatsächlich eintreffenden Nebenwirkungen. Was stimmt denn nun?


Sind anabole Steroide vielleicht gar nicht so gefährlich oder wird fälschlich darüber berichtet?
Warum gibt es keine konkreten Zahlen zu betroffenen Athleten, die aufgrund der Verwendung von Anabolika und Steroide behandelt werden müssen? Nachfolgend ein Versuch das Thema Nebenwirkungen anaboler Steroide zusammenzufassen und die wichtigsten Fakten darzustellen. Das soll natürlich weder eine Verharmlosung des Themas sein, noch eine Aufforderung Anabolika und Steroide zu verwenden. Was jeder aus diesen Infos zieht, ist immer der Eigenverantwortung überlassen.

Interessantes Video zum Thema Muskelaufbau und anabole Steroide!


Grob sind folgende Themen im nachfolgenden Artikel zu finden:

• kurzfristige Nebenwirkungen bei Frauen und Männern
• langfristige Nebenwirkungen bei Frauen und Männern
• reversible und irreversible Nebenwirkungen
• besser kontrollierte Langzeitstudien
• mögliche Vorteile von anabolen Steroiden
• Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen
• Umgang mit Nebenwirkungen
• Hormonbedingte Nebenwirkungen
• Haarausfall nach Verwendung von anabolen Steroiden
• Nebenwirkungen explizit bei Frauen
• Psychologie des Steroidgebrauchs
• Anabolika und Steroide und ihre Wirkung auf das Immunsystem


Kurzfristige Nebenwirkungen während und nach der Verwendung anaboler Steroide
Die Nebenwirkungen während und nach der Verwendung anaboler Steroide umfasst alle Effekte, die das „Entgleisen“ der erwarteten pharmakologischen Wirkung darstellen. Also vereinfacht ausgedrückt treten Wirkungen auf, die nicht erwünscht sind und der Gesundheit schaden.

Bei Männern zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen Akne, die Ausbildung einer weiblichen Brust, die vermehrte Einlagerung von Wasser im Gewebe, Veränderung der Libido (Geschlechtstrieb), eine verringerte Anzahl und verlangsamte Aktivität der Spermien und gesteigerte Aggressivität. Bei Frauen zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen die Vermännlichung der Stimme, Ausbleiben der Menstruation, eine vermehrte Körperbehaarung, eine raue Haut, eine Verkleinerung der Brust und Vergrößerung der Klitoris. Spricht man von kurzfristigen Nebenwirkungen, ist davon auszugehen, dass diese nach Absetzen der anabolen Steroide von selbst wieder zurückgehen oder durch Anwendung anderer Medikamente wieder rückgängig gemacht werden können.


Langfristige Nebenwirkungen bei Frauen und Männern
Werden Anabolika und Steroide über einen langen Zeitraum und in größeren Mengen zugeführt, bilden sich Störungen, die nicht nur das Äußere betreffen, sondern ernsthaft in den Organismus der Athleten eingreifen und durchaus ernst zu nehmen sind. Leider muss man davon ausgehen, dass diese Nebenwirkungen von den Medien und wissenschaftlicher Literatur falsch dargestellt werden. Hier scheint wohl die Sensation eher im Vordergrund zu stehen als die objektive und tatsächliche Berichterstattung. Zu nennen sind hier die Erhöhung des Serumcholesterinspiegels, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Prostatakrebs, Beeinträchtigungen des Kohlenhydratstoffwechsels, emotionale Störungen, erhöhte Anfälligkeit für Muskel- und Sehnenverletzungen, Atherosklerose und Fehlfunktionen der Leber.

Diese Nebenwirkungen stellen eine ernste gesundheitliche Bedrohung für Athleten dar. Doch wie genau und in welcher Häufigkeit diese Nebenwirkungen ausfallen, kann durch fehlende Langzeitstudien nicht genau bewiesen werden. Hinzu kommt, dass bis heute kein klinischer oder experimenteller Nachweis existiert, ob anabole Steroide bei gesunden Athleten eine Auswirkung auf die Lebensdauer haben.


Reversible und irreversible Nebenwirkungen anaboler Steroide
Die Nebenwirkungen anaboler Steroide entsprechen den androgenen Wirkungen, die wir bereits beschrieben haben. Allerdings sollte zwischen reversiblen und irreversiblen Nebenwirkungen unterschieden werden. Die meisten Nebenwirkungen sind temporär und verschwinden nach dem Absetzen der Steroide wieder.

Allerdings sind Schäden der Leber, Herzmuskelverdickung und Herz-Kreislaufprobleme, das hohe Risiko an Arteriosklerose zu erkranken und die Vertiefung der weiblichen Stimme sind bei Langzeitgebrauch irreversibel. Auch anabole Nebenwirkungen wie die Brustentwicklung und Einflussnahme auf die Spermien sind bei Langzeitgebrauch nicht reversibel. Bei der Verwendung anaboler Steroide, insbesondere bei langer und überdosierter Anwendung, muss der Athlet mit Nebenwirkungen rechnen, die nicht rückgängig gemacht werden können und seine Gesundheit ernsthaft gefährden.


Mögliche Vorteile des Steroidgebrauchs
Widmet sich ein Artikel den Nebenwirkungen anaboler Steroide, mag es vielleicht seltsam sein auch die möglichen Vorteile des Steroidgebrauchs anzuführen. Doch tatsächlich gibt es Vorteile, die mit den Vorteilen empfängnisverhütender Mittel vergleichbar sind. Möglicherweise können anabole Steroide beim Mann vor verschiedenen Krebsarten schützen, zum Beispiel Hodenkrebs. In der Tat finden anabole Steroide therapeutische Anwendung, zum Beispiel bei unzureichender Ausschüttung von Wachstumshormonen, isoliertem Gonadotropinmangen und verzögerter Pubertät.

Möglicherweise eignen sich anabole Steroide zur Behandlung thrombo-embolischer Erkrankungen, Erkrankungen der Herzkranzgefäße und Schlaganfälle. Das mag seltsam klingen, liest man doch in allen Beipackzetteln, dass eben genau diese Steroide Fehlfunktionen auslösen. Ehrlicherweise muss man aber auch anfügen, dass all die genannten Erkrankungen ärztlich behandelt und kontrolliert werden und nicht mit der privaten Verwendung anaboler Steroide gleichzusetzen sind.


Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen bei der Verwendung anaboler Steroide
Nun gibt es aber einige Fälle, in denen eindeutig und mehr als klar von der Verwendung anaboler Steroide abgeraten werden muss. Die Verwendung der Anabolika und Steroide könnte sonst lebensgefährlich sein und auch jeder noch so ehrgeizige Athlet sollte das nicht unterschätzen. Liegt die Diagnose Prostatakrebs, Leberkrebs, Peliosis hepatis, Schlaganfall, Herzinfarkt oder chronische Erkrankung der Leber vor, gilt ohne Ausnahme ein Nein für die Verwendung anaboler Steroide.

Dies trifft auch auf folgende Vorerkrankungen zu: hoher Blutdruck, Diabetes, erhöhter Serumcholesterinspiegel, Erkrankungen von Herz oder Leber, Probleme mit der Prostata, Störungen der Blutgerinnung und Neigungen zu Blutungen. Alle genannten Erkrankungen sind Nebenwirkungen fast aller Anabolika und Steroide. Ein Zusammentreffen der Vorerkrankung mit Auslösern der Krankheiten können lebensbedrohlich bis tödlich sein.


Der Umgang mit Nebenwirkungen
Nebenwirkungen durch den Gebrauch anaboler Steroide können zu einem gewissen Maß minimiert werden. Zum einen gilt in jedem Fall eine umsichtige Anwendung. Zum anderen können Athleten durch Einsetzen weiterer Präparate die Nebenwirkungen minimieren. Wer sich bereits mit dem Thema beschäftigt hat, wird schnell feststellen, dass es zu vielen anabolen Steroiden begleitende Informationen gibt, zum Beispiel wie Kuren ergänzt werden können. Auch Tipps zum Absetzen und Post-Cycle-Therapien sind bei der Verwendung anaboler Steroide durchaus sinnvoll. Je nach Präparat, Dosis und Dauer der Anwendung gehen verschiedene Nebenwirkungen innerhalb von 3-6 Monaten nach Absetzen der anabolen Steroide von alleine zurück.

So kann es zum Beispiel zu einer normalisierten Hodenfunktion oder einem regulierten Testosteronspiegel kommen. Besonders ehrgeizige Athleten, deren Dosis über dem „Normalmaß“ liegt, soweit man bei Anabolika davon sprechen kann, ergänzen die Steroidkur mit anderen Präparaten und/oder Supplements, um die Nebenwirkungen zu minimieren. Ein Beispiel ist der Wirkstoff Tamoxifen, der die östrogene Wirkung des Testosterons reduziert. Pickel und starke Akne werden mit Antibiotika reduziert und bei Frauen ist es häufig die Anti-Baby-Pille mit hohem Östrogengehalt, die virilisierende Effekte minimiert. Müssen Nebenwirkungen ärztlich behandelt werden, ist es wichtig, dass der behandelnde Arzt über die Verwendung von Anabolika aufgeklärt ist, da es sonst zu Fehlinterpretationen von Laborergebnissen kommen kann.


Hormonbedingte Nebenwirkungen durch Anabolika und Steroide
Eines haben alle anabolen Steroide gemeinsam. Werden Sie „ausreichend“ hoch dosiert, greifen Sie in den Hormonhaushalt des Athleten ein und beeinflussen diesen negativ. Einige dieser Nebenwirkungen dürften auch Nicht-Athleten hinlänglich bekannt sein, werden Sie doch am häufigsten in den Medien diskutiert. Dazu gehört vor allem die Störung der Produktion der Sexualhormone, die unterschiedliche Grade der Feminisierung bei Männern oder Maskulinisierung bei Frauen auslöst.

Folgende Symptome sind auf die Nebenwirkungen des Steroidgebrauchs zurückzuführen: Gynäkomastie (Vergrößerung der Brust des Mannes, Akne, Veränderungen der Libido und geringere bis ausbleibende Produktion der Spermien, gesteigerte Aggressivität und Flüssigkeitsretention. Typische Veränderungen bei Frauen sind die Vertiefung der Stimme, Hirsutismus, die Vergrößerung der Klitoris und Kahlköpfigkeit wie sie bei Männern auftritt. Das Ausmaß der jeweils genannten Nebenwirkungen ist immer abhängig vom verwendeten Steroid, der Dosis und der Dauer der Anwendung. Auch die Rückbildung der Symptome ist abhängig von den Faktoren. Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass je nach anabolem Steroid auch irreversible Nebenwirkungen auftreten, die möglicherweise eine lebenslängliche ärztliche Behandlung nach sich ziehen.

Der Athlet kann einige Maßnahmen ergreifen, um die Nebenwirkungen zu minimieren. Die wichtigste Maßnahme wäre den Zyklus der Einnahme zu unterbrechen, wobei eine Dauer von 12 Wochen Einnahme mit einer Pause von 12 Wochen anzuraten wäre. In den 12 Wochen Pause ist der Körper in der Lage die typischen Folgeerscheinungen des Steroidgebrauchs zu verhindern. Verschiedene Athleten setzen auf die Einnahme von Zink, Vitamin A, C, E und Folsäure. Leider gibt es bislang keine Langzeitstudien, die beweisen könnten, dass die Einnahme der Präparate tatsächlich die Nebenwirkungen minimieren.


Wie hängt der Haarausfall mit anabolen Steroiden zusammen?
Stimmt es, dass anabole Steroide Haarausfall und Glatzköpfigkeit auslösen? Nein, anabole Steroide lösen Haarausfall und Glatzköpfigkeit nicht aus. Sie sind aber in der Lage genetischen Haarausfall und Glatzköpfigkeit zu beschleunigen. Bedeutet, ist ein Athlet genetisch nicht veranlagt unter Haarausfall zu leiden, werden Steroide diesen auch nicht auslösen. Trägt ein Athlet diese Genetik aber in sich und würde er mit etwa 60 Jahren beginnen unter Haarausfall zu leiden, können anabole Steroide diesen Vorgang beschleunigen, so dass der Athlet zum Beispiel 10 Jahre früher beginnt seine Haare zu verlieren. Bewiesen ist, dass kahlköpfige Männer einen höheren Level freies Serumtestosteron, höhere Mengen Testosteron im Speichel und geringe Mengen des Serumhormonbindenden Globulins aufweisen.

Untersuchungen belegen, dass Kahlköpfigkeit bei Männern häufig durch das Androgen Dihydrotestosteron ausgelöst wird. Wird dieser Spiegel nun durch die Einnahme von Steroiden gesenkt, kann dies zu verfrühter Glatzköpfigkeit führen. Die Behandlung des Haarausfalls und der Kahlköpfigkeit durch Einnahme anaboler Steroide wird sich künftig wohl stärker darauf konzentrieren, das Androgen Dihydrotestosteron zu steigern.


Die Wirkung anaboler Steroide auf den weiblichen Körper
Genau wie Männer, verwenden auch weibliche Athleten anabole Steroide zur Leistungssteigerung. Und genau wie Männer, sind auch Frauen von Nebenwirkungen betroffen. Und auch hier sind nicht alle Nebenwirkungen reversibel, abhängig von der Dosis, dem Präparat selbst und der Dauer der Anwendung. Interessanterweise denken weibliche Athleten bei den Nebenwirkungen häufiger über den sichtbaren Effekt nach als über die mindestens ebenso gefährlichen inneren Nebenwirkungen.

Die Androgen-Nebenwirkungen sind: Haarausfall nach männlichem Schema, Gesichts- und Körperbehaarung ähnlich dem Mann, Akne, Unregelmäßigkeiten der Menstruation, Vergrößerung der Klitoris, Vertiefung der Stimme und Verkleinerung der weiblichen Brust. In einigen Teilen ist die Behandlung ähnlich der Behandlung von Männern. Im Falle des Hirsutismus jedoch wird die Behandlung auf geringere Dosierung von Antiandrogenen, Östrogenen, Prolactin-Hemmern und Corticoiden ausgerichtet.


Psychologie des Steroidgebrauchs
Warum sind anabole Steroide eigentlich verboten? Ist es tatsächlich nur die unfaire Leistungssteigerung, die nicht mehr allein auf dem „Können“ des Athleten beruht? Nein, tatsächlich rechtfertigen viele Sportverbände das Verbot der Dopingsubstanzen mit den gefährlichen Nebenwirkungen, zu denen auch die gesteigerte Aggressivität des Athleten zählen. Auch die potenzielle Abhängigkeit, die von einigen Wissenschaftlern mit illegalen Drogen gleichgesetzt wird, wird angeführt, um ein Verbot zu rechtfertigen. Aber entsprechen diese Begründungen wirklich der Wahrheit?

Machen anabole Steroide aggressiv und sind sie genauso gefährlich wie illegale Drogen? Ohne jeden Zweifel sind einige Athleten aggressiver und leichter reizbar, wenn sie anabole Steroide verwenden. Sie sind aber auch in ihrer Motivation deutlich besser. Möglicherweise führen die gesteigerte Leistungsbereitschaft und die leicht erhöhte Aggression zur anabolen Wirkung der Steroide. Nimmt ein Athlet Steroide, trainiert er auch härter. Natürlich kann es sein, dass diese Leistungsbereitschaft bei einigen Athleten zu erhöhter Aggressivität und Reizbarkeit ausufert und eine ungute Kombination mit bereits vorhandenen Persönlichkeitsstörungen auslöst. In diesem Fall spricht man vom „Roid Rage“, was sich aus dem Englischen von „Steroid Rage“ ableitet und so viel bedeutet wie „Steroid Raserei“.

Tatsächlich sind bei vielen anabolen Steroiden als Nebenwirkungen Depressionen, Persönlichkeitsveränderungen und erhöhte Reizbarkeit angegeben. Aber auch zu diesem Umstand gibt es bislang keine zuverlässigen wissenschaftlichen Studien. Vielfach lehnen sich die Behauptungen nur an Berichte Betroffener an, spiegeln aber nicht die Mehrheit der Athleten wider. Vielleicht ist es vielmehr der Stress des Trainings und des Wettkampfs, der den Athleten so unter Druck setzt, dass er in einigen Situationen nicht mehr angemessen reagiert. Diesen Umstand dürfte aber nahezu jeder von sich kennen, der mit einigem Ehrgeiz ein Ziel verfolgt.

Klar ist auch, dass nach Gebrauch anaboler Steroide der Erfolg zurückgeht, sobald diese abgesetzt werden. So genannte Post-Cycle-Therapien sollen dies verhindern. Betreibt ein Athlet nun Bodybuilding aufgrund eines geringen Selbstwertgefühls oder sozialen Zwangs, ist er mehr auf die dauernde Anerkennung angewiesen. Das führt aber nicht zwangsläufig zu der Annahme, dass anabole Steroide abhängig machen. Die langfristige Verwendung der Steroide beruht viel mehr auf der gesellschaftlichen Anerkennung.


Wie reagiert das Immunsystem auf den Gebrauch anaboler Steroide?
Auch diese Frage ist ein weiteres Indiz für fehlende Langzeitstudien, die wissenschaftliche Erkenntnisse liefern. Denn eine eindeutige Antwort gibt es auf die Frage nicht. Wissenschaftlich bewiesen ist, dass Sexualhormone Auswirkungen auf das Immunsystem und viele Autoimmunerkrankungen haben. Diese Auswirkungen sind noch nicht komplett in Zusammenhang gebracht. Nun weiß man aber, dass körperliches Training positive Auswirkungen auf das Immunsystem hat und dieses stärken kann. Einige klinische Befunde weisen darauf hin, dass das Immunsystem während der Einnahme anaboler Steroide Schwächen aufweist.

Diese Schwächen beruhen auf Veränderungen bei zirkulierenden Antikörpern und den Zellen des Immunsystems. Diese Untersuchungen legen nahe, dass hohe Dosen anaboler Steroide das Immunsystem schwächen und Krebserkrankungen begünstigen können. Interessanterweise hat sich andersherum herausgestellt, dass Männer, die mit Androgenen behandelt wurden, eine erhöhte Aktivität der T-Supressor Lymphozyten aufweisen. Damit wäre vorstellbar, dass verschiedene Autoimmunerkrankungen mit anabolen Steroiden behandelbar wären. Glaubt man den Aussagen verschiedener Athleten, fühlen sich diese während der Verwendung von anabolen Steroiden weniger anfällig für Erkältungen und andere Infektionen. Nach dem Absetzen berichten Athleten, seien sie geschwächt und anfälliger für bakterielle Infektionen. Ob dies tatsächlich so stimmt, lässt sich noch nicht nachweisen.

Inwieweit die Persönlichkeit des Athleten und seine Gene einen Einfluss auf das Immunsystem haben, steht noch außer Beweis. Bekannt ist natürlich, dass unsere Gesundheit auch von unserem Seelenbefinden abhängig ist. Demnach müsste ein zufriedener und ausgeglichener Athlet weniger anfällig für Erkrankungen sein. Möglicherweise schwächt der emotionale und körperliche Stress eines Wettkampfes das Immunsystem eines Athleten, so dass sich dieser nach dem Wettkampf anfälliger für Infektionen fühlt und möglicherweise auch ist.

Diese Anfälligkeit trifft aber auf alle Athleten zu, auch jene, die keine anabolen Steroide verwenden. Ob anabole Steroide das Immunsystem beeinflussen, können nur wissenschaftlich fundierte Langzeitstudien herausfinden und belegen.

Nebenwirkungen anaboler Steroide
5 (100%) 2 votes

Du willst auf dem aktuellesten Stand im Bodybuilding-Bereich sein?

Keine Trends mehr verpassen (vor allem aus den USA)?


Geht ohne Probleme. Mit meinem Newsletter.





KOMMENTAR HINTERLASSEN