Anabolika – Erkrankungen & Todesfälle2019-01-16T18:34:46+00:00

 

Profi-Bodybuilding ist kein Gesundheitssport

Körper wie die von Profi-Bodybuildern sind nur mit Hilfe des Einsatzes von leistungssteigernden Mitteln, wie anabolen Steroiden, Wachstumshormonen, Insulin und viele weitere Mittel, zu erreichen. Bei diesen Medikamenten handelt es sich um verschreibungspflichte Medikamente (zumindest in Deutschland und den meisten Industrienationen), welche gravierende Nebenwirkungen haben können. Ob und in welchem Ausmaß Nebenwirkungen auftreten, hängt von dem verwendeten Mittel, der Dosierung und der Veranlagung des Verwenders ab. Es ist aber klar, dass es keine Wirkung ohne Nebenwirkung gibt und solch ein Anabolika Cocktail alles andere als gesundheitsförderlich ist. Im Profi-Sport greifen die Sportler oft zu extremen Maßnahmen und sind bereit alles zu tun was nötig ist, um Erfolg zu erlangen. Solch eine Vorgehensweise begünstigt einen Tod durch anabole Steroide und so gab es in den letzten Jahren viele Anabolika Tote.

 

Anabolika Todesursache

Anabolika und andere leistungssteigernde Mittel können zu schweren gesundheitlichen Komplikationen und zum Tod führen. Gesundheitliche Probleme von anabolen Steroiden betreffen häufig das Herz-Kreislauf-System. Anabole Steroide, die besonders viel Wasser im Körper speichern (z.B. Nandrolon) erhöhen den Blutdruck. Hoher Blutdruck über einen langen Zeitraum kann schließlich zu tödlichen Herzinfarkten, Schlaganfällen oder Herz-Rhythmusstörungen führen.

Eine weitere Todesursache von Anabolika ist ein Versagen der Leber und/oder Niere. Anabole Steroide, die oral eingenommen werden, wie zum Beispiel Metandienon, Oxymetholon oder Stanozolol belasten durch ihre chemische Struktur in starker Weise die Leber. Es kann zu Lebergeschwülsten und Leberkrebs kommen, welche dann zum Tod führen können.

Die Niere wird durch anabole Steroide indirekt angegriffen und zwar über die Steigerung des Blutdrucks. Durch den hohen Blutdruck kommt es zu einer Schädigung der feinen Äderchen in den Nieren. Die Äderchen spielen eine wichtige Rolle im körperlichen Filtersystem für Blut und andere Flüssigkeiten.  Durch eine Funktionsbeeinträchtigung der Äderchen kommt es zu einer Ausscheidung wichtiger Eiweiße und der Anhäufung von Stoffwechselabfällen. Außerdem führt die Schädigung der Äderchen zu Nierenschäden und eventuell tödlichem Nierenversagen.

 

 

 

Neben anabolen Steroiden wird im heutigen Wettkampf- und Profi-Bodybuilding auch meistens Insulin eingesetzt, denn es erhöht massiv die Regenerationsfähigkeit und schleußt Nährstoffe in die Muskeln. Das Problem ist jedoch Insulin vorausschauend einzusetzen, denn der Blutzuckerspiegel lässt sich nicht zu 100% kontrollieren. Insulin wirkt folgendermaßen: Wenn Kohlenhydrate konsumiert werden, beispielsweise in Kartoffeln oder Nudeln enthalten, dann werden diese Kohlenhydrat-Ketten aus einzelnen „Zucker-Bausteinen“ in eben diese einzelnen Zuckerbausteine abgebaut und ins Blut abgegeben. Um diese nun im Blut befindlichen „Zucker-Bausteine“ in die Muskeln zu transportieren, wird Insulin benötigt. Wenn jedoch zuviel Insulin vorliegt, so werden zu viele „„Zucker-Bausteine“ abgebaut und der Blutzuckerspiegel fällt extrem und das kann zum Tod führen.

 

Anabole Steroide haben auch Auswirkungen auf die Psyche. Während der Einnahme fühlen sich die Konsumenten meistens wie Superman und strotzen vor Energie und Selbstbewusstsein. Nach dem Absetzen der Medikamente ist die körpereigene Testosteronproduktion nahezu auf Null, da der Körper die Produktion von Testosteron einstellt, wenn diese Hormone von außen zugeführt werden. Bis der Körper wieder Testosteron produziert, können Monate vergehen. Jedoch ist Testosteron essentiell für das Wohlbefinden von Männern und bei einem Mangel kann es zu Depressionen kommen. Solch eine Depression wird durch die merklich schrumpfenden Muskeln nach dem Absetzen noch verstärkt und diese Kombination kann zu einem Selbstmord führen.

 

 

Anabolika Todesfälle

Es gab in den letzten Jahren und Jahrzehnten einige Fälle, bei denen Anabolika Tod zur Folge hatten. Das Steroide Tod bewirken können, zeigen folgende Beispiele. Es gibt neben den genannten Todesfällen jedoch noch zahlreiche weitere. Hier sind aber einige der wichtigsten bzw. bekanntesten Bodybuilder aufgelistet.

Ein sehr bekannter ehemaliger Profi-Bodybuilder, war der Österreicher Andreas Münzer. Dieser Bodybuilder war besonders für seine brutal-trockene Form bekannt. Andreas bestritt mehrfach die bekannten Bodybuilding-Wettkämpfe Mr. Olympia und Arnolds Classic. Sein Steroidkonsum, der offensichtlich war, blieb leider nicht ohne Folge. Er starb an mehrfachem Organversagen im Alter von gerade einmal 31 Jahren.[1]

So ist im Jahr 2006 im Alter von 47 Jahren der fünfmalige Mr. Universe und Mr. Olympia-Teilnehmer Edward Kawak gestorben.[2]

Im Jahr 2013 ist einer der massivsten Profi-Bodybuilder der Welt– Greg Kovacs -gestorben. Er nahm mehrfach am Mr. Olympia teil und brachte zu seinen besten Zeiten etwa 180 Kilogramm magere Muskelmasse auf die Waage. Greg starb im Alter von 44 Jahren an einem Herzinfarkt.[3]

Ein weiterer relativ bekannter Profi-Bodybuilder, der 2013 im Alter von gerade einmal 47 Jahren starb, ist Nasser El Sonbaty. Dieser massive Bodybuilder nahm neun Mal am Mr. Olympia teil und gewann sogar die Arnolds Classic im Jahr 1999. Er war sehr massiv und brachte Offseason 150 Kilogramm auf die Waage. Das hatte jedoch seinen Preis Gerüchten zufolge starb er an Nierenversagen.[4]

Sehr aktuell ist der Tod von Bodybuilder und Social Media-Star Rich Piana. Er war bekannt dafür sehr offen mit seinem Steroidkonsum umzugehen und er konsumierte sowohl Steroide als auch Insulin und Wachstumshormon. Seine Gesundheit wurde dadurch natürlich sehr geschädigt und er starb im August 2017 mit gerade einmal 46 Jahren.[5]

Im selben Monat Augsut 2017 starb auch Dallas Mc Carver. Dieser war ein richtiges Massenmonster und ein Profi-Bodybuilder. Er war ein aufstrebender Star und platzierte sich im Mr. Olympia 2016 auf dem achten Platz. Dallas ist sehr jung mit 26 Jahren gestorben. Die Todesursache war ein Herzinfarkt, wobei sämtliche seiner Organe durch Steroide angegriffen waren. Seine Leber war stark vergrößert und wog 4,6 Kilogramm statt der normalen 1,5-2 Kilogramm. Außerdem wurde bei ihm in der Autopsie Schilddrüsenkrebs und stark vergrößerte Nieren festgestellt.[6]

 

Fazit

Wie man sehen kann und wie unzählige Todesfälle beweisen, haben Steroide, Wachstumshormone und co massive Nebenwirkungen. Es ist keinesfalls übertrieben, wenn davon gesprochen wird, dass diese Mittel zum Tod führen können. Deshalb ist auf jeden Fall von solchen Mitteln abzuraten. Ein sehr guter und muskulöser Körper kann auch ohne diese Hilfsstoffe erreicht werden.

[1] https://www.gannikus.com/hot-stuff/andreas-muenzer-leben-und-tod-mit-einem-ausnahmekoerper/

 

[2] http://www.bodybuildbid.com/news/2006/ed-kawak.html

 

[3] https://www.body-xtreme.de/bodybuilding-artikel/greg-kovacs-gestorben/46884.htm

 

[4] https://www.body-xtreme.de/bodybuilding-artikel/nasser-el-sonbaty-verstorben/4368.htm

 

[5] https://www.welt.de/sport/fitness/article167992820/Extrem-Bodybuilder-Rich-Piana-mit-46-Jahren-gestorben.html

 

[6] https://www.focus.de/sport/diverses/autopsiebericht-veroeffentlicht-bodybuilder-dallas-mccarver-starb-an-einem-herzinfarkt_id_7912834.html

 

Warum man keine Anabolika verwenden sollte