Aspartam – Wirklich schlecht oder doch nicht?

By |2018-12-06T13:55:43+00:00Oktober 23rd, 2018|Categories: Ernährung|Tags: , |

Aspartam wird im Jahr 1965 vom Chemiker James L. Schlatter zufällig entdeckt. Er hatte ursprünglich nach einem Mittel gegen Geschwüre gesucht und stieß dann auf den Stoff. Heutzutage steckt der Stoff in zuckerfreien Kaugummis, kalorienarmen Joghurts und zahlreichen weiteren Diät-Produkten. Die Nebenwirkungen sind immer noch sehr umstritten. Es gibt zahlreiche Studien über diesen Stoff und dennoch ist es nicht eindeutig, wie die genaue Wirkung ist. Der folgende Artikel behandelt diese Studien und gibt darauf ein abschließendes Fazit.

Vorteile von Aspartam

Ein Vorteil von Aspartam ist, dass es einen Energiegehalt von 17 KJ/g hat, was im Vergleich zu Zucker sehr niedrig ist. Dementsprechend spart man Kalorien ein, wenn man Aspartam zu sich nimmt. Des Weiteren ist die Süßkraft von Aspartam zweihundert Mal so hoch wie die von Zucker, wodurch man mit einer geringeren Menge die gleiche Süße erreichen kann. Auch die Tatsache, dass für die Ernährung bei Diabetes geeignet ist macht es umso nützlicher. Es ist auch nicht kariesfördernd im Gegensatz zu vielen anderen Süßstoffen. Des Weiteren spielt auch der Geschmack des künstlich hergestellten Süßstoffes eine Rolle, da dieser einen ähnlichen Geschmack wie Zucker hat und auch keinen bitteren Nachgeschmack wie zum Beispiel Sachcharin.

Nachteile von Aspartam

Aspartam hat auch ebenso viele Nachteile wie Vorteile. So können Menschen, die unter der Stoffwechselkrankheit Phenylktonurie leiden, den Stoff nicht konsumieren, da ein Bestandteil des Stoffes Phenylalanin ist, welcher von diesen Menschen nicht abgebaut werden kann. Weiterhin sollte man auch bedenken, dass für jene, die sich versuchen möglichst natürlich zu ernähren, ein solcher künstlich hergestellter Stoff gar nicht in Frage kommt.

Forschungsergebnisse

Eine Studie aus dem Jahr 2005, welche von der Europäischen Ramazzini-Stiftung durchgeführt wurde, festgestellt, dass Ratten, welche bis zu ihrem Lebensende mit einer geringen Dosis des Süßstoffes gefüttert wurden, öfter an Lymphdrüsenkrebs und Leukämie litten. Natürlich kann man jetzt sagen, dass Tierversuche in keinerlei Hinsicht in Relevanz zu Versuchen mit Menschen stehen. Jedoch muss man bedenken, dass eine zu hohe Dosis Schäden mit sich bringen kann. Andere Studien hingegen hatten schon zuvor bewiesen, dass kein Zusammenhang zwischen Krebs und Aspartam besteht. Deshalb ist diese Studie nicht sehr glaubwürdig. Eine Studie der (EFSA) konnte auch nach der Untersuchung des Stoffes durch ein unabhängiges Gremium keinen Grund zur Sorge feststellen. Dies wurde zuvor im Jahre 2002 auch vom Wissenschaftlichen Ausschuss für Lebensmittel (SCF) bestätigt.

Warum dann die Kritik?

Kritiker warnen vor allem vor den Bestandteilen in die Aspartam im Darm zerfällt: Die Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin sowie dem Alkohol Methanol. Die Aminosäuren kommen jedoch in anderen Lebensmitteln in weit aus größerer Menge vor, weswegen man sich auch keine Bedenken darüber machen muss. Auch das Zellgift Methanol steckt in zahlreichen Lebensmitteln wie zum Beispiel Früchten und Gemüsesäften. Nur höhere Dosen Aspartam könnten schädlich für den Menschen sein. Hierfür muss aber eine Tagesdosis von 40 Milligramm pro Kilogramm überschritten werden, was etwa zehn Dosen Cola-Light entspricht. Nichts desto trotz sollte man trotz der Entwarnung der Forscher nicht unbedenklich den Stoff zu sich nehmen, da es sich letztendlich um einen Süßstoff handelt. Süßstoffe führen nämlich 90 Minuten nach dem Verzehr zu Heißhunger und Fressattacken und dies könnte zu einer unerwarteten Gewichtszunahme führen.

Fazit

Auch wenn der Verzehr von Aspartam ein heiß diskutiertes Thema ist, steht auf jeden Fall fest, dass wenn man nicht außerordentlich genau ist bei der Ernährung, jeder schon einmal in seinem Leben oder auch mehrmals in seinem Leben den Stoff zu sich genommen hat. Dies sollte man jedoch nicht ohne Bedenken machen, da eine natürliche Ernährung gegenüber künstlicher Ernährung von Vorteil ist. Man kann aber Aspartam in einer normalen Tagesration vertragen und es ist auch für die meisten Menschen nicht schädlich. Wer jedoch den verzehr vermeiden will, sollte beim Einkauf auf die Zutatenliste schauen. Dort wird der Stoff entweder mit „Aspartam“ oder E-951 gekennzeichnet.

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