Gewichthebergürtel – Richtige Verwendung und Einsatzgebiet

Wenn man sich heute in den Fitnessstudios umschaut, hat man den Eindruck Gewichthebergürtel seien modische Accessoires, die über das ganze Training hinweg getragen werden und cool aussehen sollen. Denn häufig tragen Leute diese Gürtel nicht nur bei schweren Grundübungen, wie Kniebeugen oder Kreuzheben. Allzu oft sieht man Trainierende auch bei „leichten“ Übungen, wie Bizepscurls oder Kabelfliegenden mit einem Gürtel.

Ob das Sinn macht und wie du einen Gürtel nutzen kannst, um mehr Erfolge im Training zu haben, verrate ich dir im folgenden Artikel.

Was bringt ein Gewichthebergürtel?

Der Name ist Programm. Das heißt Gewichthebergürtel dienen als Hilfe zum Heben von schwereren Gewichten. Je nach Übung können 10-15% mehr Gewicht als ohne Gürtel verwendet werden. Außerdem wird die Verletzungsgefahr verringert. Das tun sie auf mehrere Wege:

  • Erstens, indem sie die Stabilität deiner Körpermitte erhöhen und zwar durch das Zusammendrücken der Körpermitte, sodass der Druck in dieser Gegend steigt (intraabdominal, also innerhalb des Bauchraumes). Diese Stabilität ist insbesondere bei Übungen wichtig, die viel „Balance“ erfordern, wie z.B. Überkopf-Kniebeugen (hierbei wird die Langhantel, während der gesamten Kniebeugen-Bewegung, mit gestreckten Armen über dem Kopf gehalten.
  • Zweitens entlastet ein Gürtel den Druck auf den unteren Rücken bzw. auf die Muskulatur, die für das Aufrichten der Wirbelsäule verantwortlich ist. Das ist vor allem bei allen möglichen Varianten des Kreuzhebens positiv.
  • Drittens wirst du durch einen Gürtel deine Kraft über die gesamte Körpermitte übertragen und verteilen können. Unter der Körpermitte versteht man eine Vielzahl von Muskeln: Sämtliche Bauchmuskeln (die gerade, seitlichen und die nicht sichtbaren „Transverse Abdomis“, die unter den sichtbaren Bauchmuskeln liegen), den Latissimus-Muskel, den Rückenstrecker und die Beckenboden-Muskulatur. All diese Muskeln arbeiten als eine Einheit zusammen und wenn du dir vorstellst, dass die Kraft nun gleichmäßig auf diese ganzen Muskeln übertragen wird, dann wird ersichtlich, dass durch die gewonnene Stabilität mehr Gewicht auf der Hantel aufgelegt werden kann und das in einer sicheren Art und Weise.

Wie verwende ich einen Gewichthebergürtel richtig?

Gewichthebergürtel können auch Schaden anrichten. So steigt bei Anfängern, die die richtige Übungsausführung noch nicht beherrschen, das Verletzungsrisiko. Dazu später mehr. Um den maximalen Nutzen aus einem Gewichthebergürtel zu ziehen, solltest du auf folgende Dinge achten:

⊗  TIPP: Mit diesem Mittel bau ich gerade super Muskeln auf

Trainiere deinen „Core“:

Ein Gürtel stabilisiert zwar deine Körpermitte, aber das heißt nicht, dass du nun nicht mehr deine Bauchmuskulatur und Rückenstrecker trainieren solltest. Denn ein Gürtel verstärkt nur das, was „da ist“. Und wenn du deine Körpermitte nicht durch Übungen gestärkt hast, ist auch nichts da, was der Gürtel stärken könnte. Du hast somit keinen Nutzen vom Gürtel. Trainiere also deine Bauchmuskulatur und deine Rückenstrecker bzw. Rückenmuskulatur weiterhin.

Verwende den Gürtel nicht für jede Übung nicht in jedem Training.:

Das Problem hierbei ist, dass du deine Körpermitte damit bei Übungen stärkst, was natürlich gut ist. Aber wenn du es dauernd machst, dann wird sich dein Körper an diese zusätzliche „Hilfe“ durch den Gürtel gewöhnen. Das führt dazu, dass deine Muskulatur, die für die Stabilisierung verantwortlich ist, schwächer wird. Und diese Schwäche führt zu dem oben genannten Punkt: Das nichts da ist, was der Gürtel stärken kann und du den Gürtel somit unnötig verwendest. Ebenfalls erhöhst du die Verletzungsgefahr durch dauerndes Verwenden des Gürtels, falls du mal ohne Gürtel trainierst. Denn deine stabilisierende Muskulatur hat sich durch das dauernde Tragen des Gürtels geschwächt. Um diese Szenarien zu vermeiden, solltest du den Gürtel nur bei schwer ausgeführten Übungen trainieren und nur phasenweise. Du könntest z.B. für mehrere Woche mit Gürtel trainieren und die Gewichte stark steigern. Daraufhin lässt du für einige Zeit den Gürtel weg und versuchst dennoch dieses Trainingsgewicht beizubehalten. Das sorgt dafür, dass sich deine Core-Muskulatur an die steigenden Gewichte anpasst und gestärkt wird. So bist du kontinuierlich in der Lage mehr Gewicht zu verwenden und zwar in einer sicheren Art und Weise.

Lerne auch ohne Gürtel Spannung im Bauchraum aufzubauen:

Ein Gürtel wirkt nur unterstützend und wenn du nicht in der Lage bist Spannung in der Körpermitte aufzubauen, wird dir ein Gürtel auch keinen zusätzlichen Nutzen geben.

Für wen machen Gewichthebergürtel Sinn?

Grundsätzlich für Jeden, der schwer und sicher trainieren will und die richtige Übungsauführung beherrscht. Vor allem gilt das für ambitionierte, fortgeschrittene Athleten, die an Kraftdreikampwettkämpfen teilnehmen. Bei den meisten Kraftdreikampfverbänden sind Gürtel erlaubt; also würde ich auch raten diesen zu nutzen.

 

Banner_v1

 

Wer braucht keinen Gewichthebergürtel?

Allerdings macht es keinen Sinn einen Gürtel zu verwenden, wenn du in hohen Wiederholungsbereichen mit relativ wenig Gewicht trainierst. Das kann der Fall sein, wenn du gerade mit dem Training anfängst oder wenn du Fitness lediglich zu Gesundheitszwecken betreibst. Wenn du ein Anfänger bist, solltest du keinen Gürtel verwenden, denn in diesem Fall wird ein Gürtel nicht das Verletzungsrisiko minimieren, sondern erhöhen. Das liegt daran, dass ein Anfänger (ohne es böse zu meinen) in der Regel noch nicht die richtige und sichere Übungsausführung erlernt hat. Dazu kommt, dass sich der passive Bewegungsapparat (Sehnen, Gelenke, Bänder) sich erst langsam an die Trainingsbelastung anpassen muss und das bei einem Anfänger meist noch nicht der Fall ist. Stell dir vor, jemand verwendet in dieser Situation einen Gürtel, mit dem er dann 10-15% mehr auf die Hantel auflegen kann und das bei anspruchsvollen Übungen, wie der Kniebeuge oder Kreuzheben. Es wird offensichtlich eine Verletzung provozieren. Und das heißt Trainingspause und vergeudete Zeit in Bezug auf Muskelaufbau.

Fazit:

Ein Gewichthebergürtel macht viel Sinn, wenn du Ihn richtig verwendest und die richtige Motivation hast. Eine Verwendung macht nur Sinn, wenn du mit schwerem Gewicht (in niedrigen Wiederholungsbereichen) trainieren willst und möglichst stark werden willst. Allerdings solltest du davor die richtige Übungsausführung beherrschen. Wenn du nun noch einige Dinge beachtest, wie in dem Artikel beschrieben, dann wird ein Gewichthebergürtel dir den maximalen Nutzen geben und dir in Sachen Kraft und Muskelaufbau einiges bringen und das in einer gesunden Art und Weise, ohne das Verletzungsrisiko zu erhöhen.

 

★ Mein Favorit für den Muskelaufbau ★

Die besten Ergebnisse erziele ich seit einigen Monaten mit diesem Präparat, anschauen lohnt sich defintiv..


 

Kraftvolle Grüße

 

✌ ✌ ✌ ✌ ✌ ✌ ✌ ✌

Signatur Footer_schwarz Muskelaufbau

 

 

 


Gewichthebergürtel – Richtige Verwendung und Einsatzgebiet
5 (100%) 3 votes



KOMMENTAR HINTERLASSEN