Ist ein Training bis zum Muskelversagen sinnvoll?

Bezüglich des Trainings hat jeder Bodybuilder eine andere Philosophie. Einige beruhen sich hierbei auf eigene Erfahrungen und die anderen folgen den neuesten Trainingsmethoden. So gibt es zahlreiche Trainingsmethoden, jedoch führen nicht alle zum Ziel. Im folgenden Artikel geht es um das Training bis zum Muskelversagen und ob dieses wirklich sinnvoll ist. Doch vorab stellt sich die Frage, was genau ist das Muskelversagen? Was ist Muskelversagen? Grundsätzlich wird bei einem Training bis zum Muskelversagen so lange trainiert, bis man keine weitere Wiederholung mehr schafft. Es stammt noch aus den Anfängen des Bodybuildings und die grundlegende Idee ist, dass man durch die maximale Beanspruchung des Muskels auch den maximalen Muskelaufbau erzielen kann. Man unterscheidet hierbei drei verschiedene Arten. Bei dem konzentrischen Muskelversagen führt man eine Übung solange aus bis man zum Beispiel ein Gewicht nicht ein weiteres Mal nach oben bewegen kann. Die zweite Variante ist das isometrische Muskelversagen. Bei dieser Art des Muskelversagens ist der Athlet auch nicht mehr in der Lage das Gewicht statisch zu halten. Die dritte Variante ist das exzentrische Muskelversagen. Bei dieser Art des Muskelversagens ist der Athlet nicht mehr in der Lage das Gewicht aus eigener Kraft abzulassen. Vorteile eines Trainings bis zum Muskelversagen Meist werden die Vorteile dieser Art des Trainings vernachlässigt, jedoch hat es ein paar wichtige und reale Vorteile. Sio hat man durch die Art des Trainings eine regelmäßige Kontrolle der Trainingsfortschritte und kann sehen inwieweit man sich jetzt in einem gewissen Zeitraum gesteigert hat. Weiterhin vermeidet man auch ein zu lasches Training und dies führt prinzipiell dazu, dass man immer die richtigen Trainingsreize zum Wachstum des Muskels setzt. Auch der mentale Aspekt sollte nicht unterschätzt werden, denn durch ein Training bis zum Muskelversagen hat man jeden Tag den nötigen Adrenalinkick, welchen man benötigt, um hochmotiviert ins Training zu starten. Dies hängt auch mit der grundlegenden Einstellung jedes Menschen zusammen. Des Weiteren fördert ein solches Training dein Selbstbewusstsein und vor allem deine Willensstärke. Grundsätzlich sollte man aber festhalten, dass ein Satz mit Muskelversagen mehr Potential hat mehr Hypertrophie auszulösen als ein Satz ohne Muskelversagen. Nachteile eines Trainings bis zum Muskelversagen Ein grundsätzliches Problem bei dieser Art des Trainings ist, dass das Trainingsvolumen verringert wird und man schneller erschöpft ist. Weiterhin benötigt man für jede Trainingseinheit einen Partner, damit man vor Verletzungen geschützt ist. Des Weiteren ist ein grundsätzlicher Aspekt das hohe Verletzungspotenzial durch ein solches Training, da man bei jedem Satz bis an sein Limit gehen muss. Es ist auch nicht messbar wann man das Muskelversagen erreicht hat und dementsprechend muss sich der Athlet auf sein Gefühl konzentrieren. Dies ist selbst für Profis nicht sehr einfach. Ein weiteres Problem stellt die Gefahr des Übertrainings dar, wodurch man seine Muskulatur verletzen kann. Dies kann dazu führen, dass man ganz von Neuem wieder mit dem Training anfangen muss. Auch muss man bedenken, dass man der dauerhaften Belastung nur mit Nahrungsergänzungsmitteln helfen kann. Dies führt meistens dazu, dass man Anabolika oder andere Mittel nimmt. Für wen eignet sich ein solches Training? Grundsätzlich sollten Anfänger ein solches Training meiden. Es macht nämlich zu Beginn keinen Unterschied ob man bis zum Muskelversagen trainiert oder nicht. Des Weiteren sollte man auch ein Training bis zum Muskelversagen bei olympischen Übungen meiden, da man sich hier sehr schnell verletzen kann und für mehrere Wochen ausfällt. Ein Training bis zum Muskelversagen ist eher was für fortgeschrittene Athleten, die nochmals neue Trainingsreize setzen wollen. Es ist auch kombinierbar mit Körpergewichtstraining. Fazit Meiner Meinung nach kann man auf das Training bis zum Muskelversagen zurückgreifen, wenn man sich an andere Methoden herantasten will und auch neue Trainingsreize setzen will. Grundsätzlich sollte hierbei jedoch beachtet werden, dass man die richtigen Übungen für ein entsprechendes Training auswählt und einen Partner dabeihat, welcher einem im Notfall hilft.
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