Clenbuterol HCL2018-12-05T23:31:14+00:00

★ Clenbuterol HCL ★

➥ Wirkstoffname: Clenbuterol HCL

Handelsname/Hersteller:

  • Monopräparate (nur Clenbuterol HCL): Broncoterol, Spiropent, Monores
  • Kombinationspräparate (mit Ambroxol): Mucospas, Spasmo-Mucosolvan,

➥ Darreichungsform & Einnahme:

  • Tabletten mit dem Wirkstoffgehalt von jeweils 10mcg, 20mcg, 30mcg, 40mcg
  • Saft/Sirup
  • Inhalationsspray, Injektionen und Tropfen

➥ Verfügbare Esther:

Nicht gegeben

 

➥ Verwendungszwecke von Clenbuterol

  • Offizielle medizinische Indikation:
  • Gegen Atemwegserkrankungen, wie Asthma oder COPD
  • Hemmung der Wehentätigkeit (Tokolyse)
  • Missbrauch im Sport:
  • Fettabbau in kurzem Zeitraum maximal beschleunigen, insofern die Anstrengungen diesbezüglich schon maximal sind und alle Rahmenbedingungen stimmen (beispielsweise in einer Bodybuilding-Wettkampfdiät)
  • Leistung im Ausdauersport erhöhen

 

➥ Nebenwirkungen:

Sympathomimetika-typische Nebenwirkungen wie innere Unruhe, Schweißausbrüche, Tremor (Zittern), Gereiztheit, Schlaflosigkeit, Blutdruckerhöhung und Herz-Rhythmusstörungen. Ebenso Schwindel, Hautausschläge, Sodbrennen, Probleme beim Wasserlassen, Muskelschmerzen- und krämpfe

 

➥ Clenbuterol HCL Charakteristik & Wirkungsweise:

Üblicherweise ist Clenbuterol ein Wirkstoff, der zur Behandlung von Asthma verschrieben wird. Zudem wird dieser Wirkstoff auch gegen Wehenleiden angewendet.

Beim Wirkstoff Clenbuterol handelt es sich nicht um ein anaboles oder androgenes Steroid, sondern um ein Beta-2- Sympathomimetikum. Diese Arzneistoff-Gruppe führt zu einer Entspannung der glatten (nicht bewusst steuerbaren) Muskulatur in den Wänden der Bronchien und dadurch zu einer Erweiterung der Atemwege; diesen Umstand nutzt man deshalb bei Krankheiten wie Asthma oder COPD. Die Entspannung der Bronchien kommt wie folgt zustande: Ein bestimmter Teil des Nervensystems, der sogenannte „Sympathikus“ schüttet bestimmte Stoffe aus, welche an die Rezeptoren (Beta-2-Rezeptoren) in den Bronchien andocken und dort für eine Entspannung der Bronchialmuskulatur sorgen. Beta-2-Sympathomimetika imitieren diese Stoffe, die der Sympathikus ausschüttet und dadurch kommt es eben zu der Bronchienerweiterung. [i] Diese Wirkung ist der Grund für den Einsatz im Ausdauersport, da der Sportler einfach mehr Luft und Sauerstoff aufnehmen kann und die Ausdauerfähigkeit damit steigt.

 

Welche Eigenschaften lassen Clenbuterol im Bodybuilding interessant werden? Clenbuterol soll stark antikatabol und muskelaufbauend wirken. Mit dieser Wirkungsweise eignet sich Clenbuterol für Athleten, die keine Steroide verwenden möchten und sich in der Post-Cycle-Therapie befinden; also die Phase nach dem Absetzen der Steroide, in welcher der Athlet das Ziel hat die Muskulatur zu halten.
Die zweite Wirkungsweise, für die Clenbuterol im Bodybuilding geschätzt wird, ist die Fettverbrennung. Wie bereits erläutert, docken Beta-2-Sympathomimetika an den Beta-2-Rezeptoren an und imitieren die Botenstoffe, die der Parasympathikus ausschüttet. Es kommt zu einer Stoffwechsel- und Körpertemperaturerhöhung und einer vermehrten Lypolyse. Letzteres bedeutet, dass mehr Fettsäuren aus den Fettzellen freigesetzt und verbrannt werden. Dies alles resultiert in einem höheren Kalorienverbrauch und einer höheren Fettverbrennung und deshalb wird Clenbuterol gerne in Diäten eingesetzt.

So gut sich das alles auch anhört, bewiesen ist von den Wirkungsweisen nur wenig. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Clenbuterol seit Jahren verwendet wird. Bezüglich des Muskelaufbaus darf man sicher sagen, dass es weit effektivere Möglichkeiten als Clenbuterol gibt. Das gilt leider auch für die antikatabole Wirkung, die Clenbuterol zugeschrieben wird. Und auch die weit verbreitete Dosierung ließe sich in ihrer Wirksamkeit leicht widerlegen. Die Erfolge in Bezug auf den Fettabbau sind durch Erfahrungen vielfach belegt; dennoch spricht jeder Mensch unterschiedlich gut darauf an; es gibt auch viele Erfahrungsberichte, deren Urteil sehr negativ ausfallen. Es ist zu beachten, dass die positive Fettabbau-Wirkung erst zum Tragen kommt, wenn die Ernährung schon auf Fettabbau optimiert ist. Man muss sich in Anbetracht der Nebenwirkungen aber bewusst werden, ob einem der Fettabbauerfolg auch die schädlichen Wirkungen wert ist. Warum Clenbuterol – trotz der relativ geringen Quote an hohen Erfolgen- so hartnäckig seinen Erfolg behaupten kann, lässt sich leider ebenso wenig klären.

Nebenwirkungen von Clenbuterol

Clenbuterol kann gravierende Nebenwirkungen haben – vor allem für das Herz-Kreislauf-System. Es kann zu einer Herzhypertonie, erhöhtem Blutdruck, erhöhter Herzfrequenz, Herzrasen, Herz-Rhythmus-Störungen, einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels kommen. All diese Nebenwirkungen können tödlich enden – vor allem, falls der Anwender schon Probleme in diese Richtung hat, wie beispielsweise Bluthochdruck. Neben diesen Nebenwirkungen kann es noch zu innerer Unruhe, Zittern, Schwindel, Muskelschmerzen und -krämpfen, Hautausschlägen, Sodbrennen und Problemen beim Wasserlassen kommen.[ii] Hinzu kommt, dass sich die Beta-2-Rezeptoren schnell an die regelmäßige Einnahme gewöhnen, sodass die Dosierung erhöht werden muss, um eine Wirkung zu gewährleisten. Je höher die Dosis, desto höher sind allerdings auch die eben genannten Nebenwirkungen. Nimmt der Athlet gleichzeitig anabole/androgene Steroide ein, ist eine Herzschädigung in Form eines Herzwachstums, je nach Genetik, sehr wahrscheinlich.

Beliebt ist auch die Kombination mit dem Schilddrüsenhormon Liotyhronin. Hier verspricht sich der Athlet einen antikatabolen Schutz von Clenbuterol und eine gesteigerte Fettverbrennung. Da die Fettverbrennung von Clenbuterol aber gar nicht gesichert ist, macht auch die Kombination wenig Sinn.

Dosierung und Absetzen des Wirkstoffes Clenbuterol

Die Dosierung richtet sich nach den Zielen, die man mit Clenbuterol erreichen will.

Um Fett zu verlieren, werden gewöhnlicherweise Dosierungen von 20 mcg bis zu 40 mcg verwendet, wobei einzelne Personen sogar bis auf 140 mcg am Tag hochgehen. Die meisten Anwender erhöhen die Dosis solange bis es zu einem Zittern der Hände (Tremor) kommt. Von dieser Vorgehensweise würde ich aber absehen, da die fettverbrennende Wirkung auch deutlich früher einsetzt und man nicht erst in den Grenzbereich kommen muss, was Nebenwirkungen anbelangt, um eine Wirkung zu haben. Begonnen wird mit einer Tablette pro Tag, ausgehend von 20mcg. Die Dosierung wird täglich um eine Tablette gesteigert, bis die gewünschte Dosierung erreicht ist. Die Einnahme dauert 2 bis 8 Wochen mit einer Dosierung von maximal 40 mcg. Eine Einnahme von mehr 40 mcg pro Tag sollte auf maximal zwei Wochen begrenzt werden, weil es ansonsten zu einer Desensibilisierung kommt und für die gleiche Wirkung immer höhere Dosierungen notwendig werden. Das steigert dann auch die Nebenwirkungen.

Nimmt der Athlet Clenbuterol ein, um seine Ausdauerleistung zu steigern, werden Dosierungen von 20 bis 40 mcg vor dem Wettkampf verwendet.

 

Sowohl beim Einsatz für Fettabbau als auch beim Einsatz für eine höhere Ausdauerleistung, wird die Tagesdosierung von Clenbuterol auf 2 bis 3 Gaben täglich aufgeteilt.

Wird Clenbuterol über einen längeren Zeitraum eingenommen, muss der Wirkstoff langsam ausgeschlichen werden. Hier reduziert sich die Dosis täglich um eine Tablette.

Macht Clenbuterol Sinn?

Aufgrund der mangelhaften Erfolge und nicht bewiesenen Wirksamkeit – so laut vielen Erfahrungsberichten – und den schweren Nebenwirkungen bei längerer Einnahme, kann man von Clenbuterol sicher abraten. Für den effektiven Muskelaufbau und die gesteigerte Fettverbrennung sind weit wirksamere Wirkstoffe erhältlich.
Letztlich muss jeder Athlet selbst wissen, ob er mit Clenbuterol zurechtkommt, aber die Erfahrung zeigt eben, dass der Nutzen doch sehr zu wünschen übrig lässt. Die Nebenwirkungen hingegen lassen nicht zu wünschen übrig und gerade die negativen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System sind nicht ohne. Personen, die schon unter Bluthochdruck oder Herz-Rhythmusstörungen leiden, sollten auf jeden Fall von Clenbuterol absehen.

[i] https://www.lungeninformationsdienst.de/therapie/wirkstoffe/bronchienerweiternd/index.html

ii  https://www.netdoktor.de/medikamente/clenbuterol/

 

 

 

 

 

Warum man keine Anabolika verwenden sollte